Ehrw. Pa Auk Sayadaw in der Pagode Phat Hue
Was ist Leben - was bedeutet Leben? Dies waren die zentralen Fragestellungen der Dharmarede am Dienstagabend. Der Ehrw. Pa Auk Sayadaw erklärte, dass Leben aus buddhistischer Sicht automatisch auch die Erfahrung der drei Daseinsmerkmale Vergänglichkeit (anicca), Leid (dukkha) und Ich-Losigkeit (anatta) beinhaltet. Wieso ist dem so? Weil alle Körperlichkeiten (rupa) und alle geistigen Objekte (nama) letztendlich durch winzige, subatomare Partikel - so genannte Kalapas - zusammengesetzt sind, welche wiederum selbst dem Prinzip der Vergänglichkeit unterworfen sind. Abhängig von den jeweils aktuellen Bedingungen finden sie sich in unterschiedlicher Kombination zusammen, um die materiellen und die geistigen Objekte zu formieren. Das Leid entsteht, wenn wir versuchen, an den Phänomenen festzuhalten. Da alle Erscheinungen vergänglich sind, muß dies zu Frustration und Unzufriedenheit führen. Wenn sich die Zusammensetzung der Objekte ständig ändert, kann es auch kein “dauerhaft in dem Objekt wohnendes”, also beständiges “Selbst” geben. Alle Erscheinungen sind daher ihrer Natur nach “leer”. Die Dinge entstehen und vergehen in jeder Sekunde - nur durch das Zusammenspiel von Ursache und Wirkung bedingt.




